IP Adresse verbergen: So bleibst du anonym!

Die IP-Adresse ist gewissermaßen die eigene, digitale Wohnanschrift. Mit ihr ist es Dritten möglich, mehr über deinen Standort und Internetprovider in Erfahrung zu bringen, Cyberkriminelle können sie außerdem nutzen, um Zugriff auf weitere, mit dem Internet verbundene Geräte zu erlangen. Des Weiteren wird unter anderem die IP genutzt, um mit Hilfe von Geo-Targeting standortbasierte Werbeanzeigen einzublenden – oder bei Google entsprechende Suchergebnisse zu liefern.

Der erste Schritt in Richtung zu mehr Privatsphäre im Internet? Die IP-Adresse verbergen!

Was ist und macht eine IP-Adresse?

Technisch betrachtet, baut sich eine IP-Adresse nach dem IPv4-Standard auf. Das bedeutet, sie beginnt mit vier Zahlen zwischen 0 und 255, weitere Zahlenblöcke und einzelne Zahlen werden mit einem Punkt getrennt. In der Praxis sieht das beispielsweise so aus: 192.168.0.1. Was die IP-Adresse so besonders macht? Ihre Einzigartigkeit! So, wie jeder Mensch im “echten Leben” eine Wohnanschrift mitsamt Straße und Hausnummer hat, besitzt jeder Internetanschluss eine IP-Adresse. Bereits aus diesem Grund ist es durchaus empfehlenswert, sie genauso sorgsam zu behandeln, wie man es mit der eigenen Anschrift tun würde.

Zugewiesen wird die IP-Adresse übrigens vom Internet Service Provider (ISP), also dem Unternehmen, bei dem der eigene Internetanschluss besteht. Das kann dazu führen, dass mehrere Parteien die identische IP-Adresse haben, zum Beispiel in einem Studentenwohnheim. Üblicherweise besitzt aber jeder eigene Haushalt eine einzigartige IP-Adresse. Ob sich diese mit jeder neuen Einwahl in das Internet verändert oder konstant (statische IP) bleibt, ist vom Internet Service Provider abhängig.

Wann und warum kann es sinnvoll sein, seine IP-Adresse zu verschleiern?

Mit einer IP-Adresse können Dritte, wenn sie dir Schaden zufügen wollen, überhaupt erst Zugriff auf das heimische Netzwerk bekommen. Ebenso sind sie damit in der Lage, den Internetanschluss mitsamt seinen Geräten zu lokalisieren. Aus diesem Umstand heraus entstehen einige Gründe, warum es durchaus sinnvoll ist, deine IP-Adresse zu verbergen. Hauptsächlich geht es hierbei um die Themen Privatsphäre, Geo-Blocking und um die Minimierung deines digitalen Fußabdrucks.

Privatsphäre

Mit Sicherheit der Hauptgrund. Privatsphäre und Anonymität im Internet sind ein hohes Gut, das verständlicherweise viele Personen schützen möchten. Von Dritten kann deine IP-Adresse dazu missbraucht werden, ihre eigene Agenda zu verfolgen und dir oder Personen in deinem Haushalt Schaden zuzufügen. Denkbar ist das im mildesten Fall über gezielte Werbeeinblendungen, auch mit Hilfe von Geo-Targeting. Weitaus schlimmer sind potentielle Betrügereien oder sogar Fremdzugriffe auf das Netzwerk. Letzterer Fall gilt dann bereits als Cyberkriminalität und zeigt sich unter anderem bei Ransomware-Fällen, wo das Netzwerk und der Computer bis zu einer Lösegeldzahlung gesperrt werden – ein vorheriger Zugriff war nicht selten dank der Kenntnis über die IP-Adresse möglich.

Trotz DSGVO und anderen Maßnahmen, die darauf abzielen, deine Privatsphäre und Daten im Internet zu schützen – solange deine IP-Adresse jedermann bekannt ist, werden deine persönlichen Daten in der Praxis weiterhin gesammelt.

Ein weiterer Punkt, wenn in Deutschland auch unerheblich, sind repressive Regimes. Viele Menschen rund um den Globus sehen sich in der Pflicht, ihr eigenes Surfverhalten zu anonymisieren, da repressive Staaten die Internetnutzung aktiv einschränken oder überwachen. Das Verschleiern der IP-Adresse wäre (und ist) in dieser Situation ebenfalls das Mittel der Wahl. Betroffen sind hier oftmals Internetnutzer beispielsweise aus China, Saudi Arabien, Dubai, dem Iran, aber auch aus Russland und der Türkei.

Geo-Blocking erfolgreich umgehen

Einige Inhalte sind im Internet nur für Menschen aus einer bestimmten Region verfügbar. Prominente Beispiele hierfür sind unter anderem Streamingplattformen wie Netflix oder die Online-Auftritte von großen Zeitungen. Copyright-Regelungen sind im Regelfall der Hauptgrund, warum Unternehmen Geo-Blocking einsetzen. Der IP-Adresse selbst ist, wie eingangs erwähnt, ein relativ exakter Standort zuzuordnen. Die Bestimmung des Herkunftslandes ist in diesem Zusammenhang kein Problem.

Wer hingegen seine eigene IP verschleiert, nutzt stellvertretend eine andere IP. Diese bekommen Dritte angezeigt, selbst wenn es eigentlich gar nicht die ist, die der Internet Service Provider an den jeweiligen Haushalt beziehungsweise den Internetanschluss vergeben hat. Folglich ist es möglich Geo-Blocking zu umgehen, da die jeweilige Webseite dann die Standortbestimmung der “neuen” IP verwendet.

Ist das eine IP, die den USA zugeordnet wird, bekommen Nutzer demnach die Möglichkeit solche Inhalte anzusehen, die eigentlich nur für in den USA ansässige Bewohner gedacht sind.

Digitalen Fußabdruck minimieren

Die IP-Adresse wird von Dritten genutzt, um digitale Datensätze zu erstellen. Wird zum Beispiel ein Beitrag auf Facebook veröffentlicht, so kennt Facebook nicht nur den eigentlichen Beitrag samt Inhalt, sondern ebenso die IP-Adresse, über die dieser veröffentlicht wurde. Wer seine IP-Adresse verschleiert, reduziert also auch seinen eigenen digitalen Fußabdruck und macht es damit schwerer, das eigene Surfverhalten nachzuvollziehen.

Welche Möglichkeiten gibt es, um die IP-Adresse zu verstecken?

Die Gründe, warum es sinnvoll ist, eine IP-Adresse zu verbergen, sind nun hinlänglich bekannt. Glücklicherweise gibt es mehrere effiziente Möglichkeiten, um genau das zu tun, sogar ohne auf Komfort oder eine schnelle Internetgeschwindigkeit verzichten zu müssen. Tatsächlich sind einige der gleich genannten Möglichkeiten ohne jegliche Einschränkung nutzbar – was generell für das Verstecken der IP-Adresse und einen großen Schritt in Richtung mehr Privatsphäre spricht. Konkret zu nennen sind hier die Nutzung eines VPN-Dienstes, die Shellfire Box, Proxy-Server, die Nutzung eines öffentlichen WLAN-Netzes sowie der Tor-Browser.

Die beste Möglichkeit zuerst: VPN oder Shellfire Box

VPN steht kurz für “Virtual Private Network”. Dabei stellst du mithilfe einer VPN-Software eine verschlüsselte Verbindung zu einem VPN-Server her, über den du dich fortan mit dem Internet verbindest. Hast du dich für einen vertrauenswürdigen VPN-Anbieter ohne Logfiles (wie beispielsweise auch Shellfire) entschieden, ist deine tatsächliche IP-Adresse de facto nicht mehr herauszufinden.

Installiert werden muss die VPN-Software auf jedem Endgerät, das sich mit dem Internet verbindet und dessen IP-Adresse verborgen werden soll. Der Shellfire VPN-Client ist aktuell verfügbar für die folgenden Betriebssysteme:

Um deine IP-Adresse zu verbergen, nur ganz einfach unsere App für dein Betriebssystem herunterladen und den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen – und schon kann es losgehen. Dabei steht unser Shellfire VPN sowohl in einer kostenlosen als auch in einer bezahlten Premium-Version zur Verfügung, die bereits für rund 5,00 € im Monat zu haben ist.

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Noch einfacher geht das mit einer Shellfire Box, einem 4K VPN-Router, der unter anderem mit Apple TV, Amazon Fire Stick sowie Spielekonsolen wie der Xbox, PlayStation 4 oder auch der Nintendo Switch funktioniert. Damit ist es dir möglich, den Shellfire VPN-Dienst auch mit Endgeräten zu nutzen, die eigentlich gar keine VPN-Unterstützung eingebaut haben. Wie einfach dies funktioniert, zeigen wir dir im nachfolgenden Video.

Die Shellfire Box arbeitet mit einem nagelneuen Wireguard-Protokoll, welches so schnell funktioniert, dass sogar Videos in 4K-Qualität gestreamt werden können. Downloads sind, sofern das die eigene Verbindung erlaubt, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50Mbit/s möglich. Die zur Verschleierung der IP-Adresse genutzten Server befinden sich in 37 Ländern, was ein insbesondere wertvoller Umstand ist, wenn Geo-Blocking umgangen werden soll. Weniger technisch affine Menschen dürfen sich freuen, denn die Shellfire Box ist ein effektiver, einfach zu nutzender Hardware-VPN, der sich im Plug-and-Play-Verfahren verbindet. Technisches Expertenwissen ist also nicht erforderlich.

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Öffentliches WLAN-Netz nutzen

Eine relativ einfache Methode, die aber mit vielen Einschränkungen einhergeht. Dafür wird gar nicht das heimische Internet, sondern eine stattdessen öffentlich verfügbare Verbindung genutzt, über die sich das jeweilige Gerät kabellos (WLAN) einwählt. Damit ist es selbstverständlich, dass die IP-Adresse dann die des öffentlichen Netzes ist – in welchem sich viele weitere Nutzer befinden. Als Individuum geht man so effizient in der Masse unter.

Nachteile gibt es aber reichlich. Einerseits ist nicht immer ein öffentliches WLAN verfügbar, andererseits sind diese anfällig für Hackerangriffe. Der eigene digitale Fußabdruck im Netz befindet sich dann zwar nicht an der heimischen IP-Adresse, dafür aber in einem schlecht gesicherten Netzwerk, auf das sich leicht Zugriff erschleichen lässt. Deshalb sollten in einem öffentlichen WLAN-Netz auch niemals private Daten oder Passwörter eingegeben werden – oder man sollte sich nur via VPN mit dem öffentlichen WLAN-Netz verbinden.

Proxy-Server

Proxy-Dienstleister stellen eigene Server bereit, die zwischen dem Internet und dem Gerät geschaltet werden. Damit funktionieren sie relativ ähnlich wie VPNs, sind aber meist langsamer. Zudem wird bei Proxy-Verbindungen immer nur ein bestimmter Teil deiner Daten via Proxy-Server übertragen – an anderer Stelle kann deine tatsächliche IP-Adresse weiterhin ersichtlich sein. Des Weiteren ist es unabdingbar, dass der Proxy-Dienstleister vertrauensvoll mit den übermittelten Daten umgeht – diese landen nämlich dann auf seinem Server.

Aus diesem Grund ist von kostenfreien Proxy-Diensten nahezu immer abzuraten, denn das Risiko ist durchaus groß, dass Daten von Dritten abgefangen werden oder der Anbieter nicht so seriös ist, wie er sich selbst gibt.

Tor-Browser

Der Tor-Browser wurde auf Basis von Firefox entwickelt und richtet sich primär an technisch versierte Nutzer. Mit dem Browser ist ein voller, uneingeschränkter Zugriff auf das Internet, sogar auf das Darknet, möglich. Die IP-Adresse wird durch Verschlüsselungen und Onion Relays maskiert, was ein hohes Maß an Anonymität gewährleistet.

Zwei Nachteile entstehen dabei aber, denn der Tor-Browser ist traditionell etwas langsamer, zugleich ist das effiziente Setup von diesem für technisch weniger versierte Menschen mitunter eine kaum überwindbare Hürde.

Zwar gilt der Tor-Browser als recht sichere Variante, um anonym zu surfen – gleichzeitig lässt die Übertragungsgeschwindigkeit aber meist zu wünschen übrig.

Ist es genug, die eigene IP-Adresse zu verstecken, um im Internet vollkommen anonym zu bleiben?

Eine hundertprozentige Anonymität und Sicherheit sind realistisch nicht möglich. Letztlich ist es vor allem eine Frage der technischen Möglichkeiten und Ressourcen, um den digitalen Fußabdruck einer Person zurückzuverfolgen. Das ist sogar zwangsläufig notwendig, denn vor allem Geheimdienste sind darauf angewiesen, dass keine vollständige, unüberwindbare Verschleierung möglich ist.

Ein Beispiel ist die “Five Eyes Allianz”, ein Zusammenschluss von Geheimdiensten, die im Ernstfall gesammelte Daten und Aktivitäten untereinander austauschen. Für gewöhnliche private Zwecke ist eine Verschleierung der IP-Adresse aber absolut ausreichend.

Natürlich solltest du auch darauf achten, nicht anderweitig Spuren zu hinterlassen, wenn du dies nicht möchtest. Meldest du dich etwa mit deiner E-Mail Adressen bei einem Dienst an, dann bist du in gewisser Weise weiterhin identifizierbar, auch wenn du deine tatsächliche IP-Adresse verschleierst.

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