;

Anonym surfen auf dem iPhone, wie funktioniert das?

Datenschutz und Anonymität sind für viele iPhone-Nutzer wichtig. Dies gilt schon deshalb, weil Apple selbst diese Themen regelmäßig im Rahmen der Präsentationen neuer Produkte in den Vordergrund stellt. Doch welche Möglichkeiten gibt es eigentlich, mit einem Smartphone der Kalifornier unerkannt das Netz zu erkunden? Wir stellen dir die gängigen Möglichkeiten vor.

Weshalb ist es ratsam, auf dem iPhone anonym zu surfen?

Das Netz ist voller Spione, die nach süßem Gebäck benannt sind: Cookies. Diese beobachten das Surfverhalten der Nutzer und erstellen daraus Profile. Viele der Cookies stammen von Werbetreibenden, aber längst nicht alle. Kaum ein User weiß, wer eigentlich die eigenen Bewegungsdaten in den unendlichen Weiten des Webs hat und was die gesammelten Informationen über ihn preisgeben.

Längst nutzt die große Mehrzahl der Menschen das Smartphone, um zu surfen. Entsprechend werden die Cookies für die Mobilgeräte immer besser. Dies gilt insbesondere für die Apple-Telefone, die traditionell zu den am meisten verkauften Smartphones zählen. Anonymität beim Surfen auf dem iPhone schützt vor dieser Sammelwut sowie dem Missbrauch der entsprechenden Daten.

Was ist nötig, um auf dem iPhone anonym zu surfen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um auf dem iPhone zu surfen. Diese sind zusammengefasst die Nutzung eines VPNs, der private Modus von Safari, Proxy-Server sowie das Tor-Netzwerk.

Privat-Modus von Safari auf dem iPhone

Safari bietet den sogenannten Privat-Modus auf dem iPhone (und dem iPad) an. Hierfür muss der Browser auf dem Mobilgerät gestartet werden. Anschließend öffnest du einen neuen Tab. In den entsprechenden Auswahlmöglichkeiten ist nun der Button “Privat” zu sehen. Betätigst du diesen, wird keine besuchte Webseite im Verlauf oder Cache gespeichert. Zudem merkt sich das Gerät keine Formulardaten, um diese später automatisch auszufüllen.

Der Vorteil dieser Variante ist, dass es schneller Wechsel zwischen dem normalen und dem privaten Modus möglich ist. Die entsprechenden Tabs werden dabei nicht geschlossen. Der Nachteil ist, dass dieser Modus nicht gegen Cookies abschirmt. Er verwehrt nur Apple sowie anderen Personen die entsprechenden Informationen, die ebenfalls Zugriff auf das iPhone haben.

Hier geht es zur offiziellen Apple Support-Seite, wo dir noch detaillierter erklärt wird, wie du den privaten Modus auf deinem iPhone nutzt.

VPN für das iPhone

Um deine wirkliche IP-Adresse niemandem bekannt zu machen, empfiehlt sich zusätzlich zum privaten Modus des iPhones die Nutzung eines VPN-Clients ohne Log-Files, wie dies beispielsweise bei unserem Shellfire VPN gegeben ist.

Einen allgemeinen Überblick der wichtigsten Vorteile und Nachteile von VPN kannst du dir dabei in einem anderen Artikel verschaffen, den wir vor einiger Zeit bei uns veröffentlicht haben.

Derzeit ist Shellfire VPN verfügbar für die folgenden Betriebssysteme:

Für das iPhone musst du also nur ganz einfach unsere App für iOS über den App-Store herunterladen und den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen – und schon kann es losgehen. Dabei steht unser Shellfire VPN sowohl in einer kostenlosen als auch in einer bezahlten Premium-Version zur Verfügung, die bereits für rund 5,00 € im Monat zu haben ist.

Klicke jetzt hier, um dir weitere Informationen über den Shellfire VPN einzuholen.

Proxy-Server auf dem iPhone

Ein Proxy-Server ist eine Art Mini-VPN. Er handhabt alle Anfragen und verschleiert auf diese Weise deine Identität. Für die Cookies wird deine IP-Adresse nicht sichtbar, sondern nur die des Servers. Für das iPhone existieren einige kostenlose Apps, um einen Proxy-Server zu nutzen.

Anders als bei einem vollwertigen VPN fehlen aber viele Optionen. Beispielsweise ist es in der Regel nicht möglich, den Standort zu wählen, wo sich der Proxy befinden soll. Die Kommunikation zwischen dem Server und dem iPhone ist überdies in aller Regel nicht derart gut abgeschirmt wie bei einem virtuellen privaten Netzwerk.

Auch Proxy-Server können auf dem iPhone mithilfe diverser Apps genutzt werden. Allerdings bieten diese gegenüber VPN-Apps wie Shellfire zahlreiche, schwerwiegende Nachteile. (Bild: kevinandthepup / pixabay)

Tor-Netzwerk auf dem iPhone

Das Tor-Netzwerk ist etwas polemisch ausgedrückt die Proxy-Server-Variante auf Steroiden. Es handelt sich um ein Netzwerk von mehr als 2000 Servern, die von privaten Nutzern bereitgestellt werden. Datenverkehr wird über eine zufällige Route durch dieses Datennetzwerk geleitet, die zudem abgeschirmt ist. Bei jedem Surfen wechselt die Route. Es ist unmöglich, dich aufzuspüren oder sogar deine Identität zu ermitteln.

Für das Tor-Netzwerk gibt es einige kostenlose Browser. Safari eignet sich hierfür nicht. Einen echten Nachteil hat diese Variante nicht, wenn du dich auf ein normales Surfverhalten beschränkst. Anders sieht es beispielsweise aus, wenn du streamen möchtest. Durch die beliebige Route durch das Netzwerk über zahlreiche Browser ist die Surfgeschwindigkeit relativ langsam. Komfortabel ist das auf Dauer nicht.

Ist die VPN-Nutzung auf dem iPhone legal?

Die Nutzung eines VPNs auf dem iPhone ist absolut legal. Dies siehst du schon allein daran, dass du einen solchen in den Systemeinstellungen eines Geräts hinterlegen kannst. Im Bereich “Allgemein” findest du als eine der letzten Optionen den Eintrag “VPN”. Hier kannst du bestehende virtuelle private Netzwerke verbinden oder wieder entkoppeln. Hast du noch kein VPN, kannst du dieses hier hinzufügen.

Generell gilt die Regel: Wann immer Apple (oder Google für Android) systemseitig eine Möglichkeit gibt, ist diese auch legal. Schließlich dürften die Unternehmen diese Option sonst nicht als Teil ihres Betriebssystems anbieten. Du musst dir also keine Sorgen vor rechtlichen Schwierigkeiten machen, wenn du ein VPN auf dem iPhone nutzen möchtest.

Welche Vorteile bietet ein VPN auf dem iPhone in Bezug auf dem Streaming?

Ein VPN kann sogenannte Geoblockings umgehen. Streaminganbieter beschränken oft nach Region, welche Inhalte Nutzer abrufen können. Nicht jede US-Serie steht mit den neuesten Staffeln beispielsweise sofort zur Verfügung.

Durch ein VPN kannst du dich in den USA (bzw. in jedem anderen Land, das du brauchst) einloggen und die gewünschten Serien, Filme oder Musiktitel streamen. Dadurch, dass deine Anonymität dabei geschützt wird, musst du dir keine Gedanken machen, dass auffällt, dass du die Geoblockade umgangen hast.

Fazit

Es gibt einige Möglichkeiten, um auf dem iPhone anonym zu surfen. Ein VPN ist dabei jedoch am besten geeignet. Es bietet den größten Schutz (sowohl gegenüber Apple wie auch gegenüber Cookies), ist legal und verfügt über weitere nützliche Funktionen. Hierzu zählt beispielsweise die Möglichkeit, Geoblockings zu umgehen. Anders als beispielsweise im Tor-Netzwerk gehen Schutz und Funktionsvielfalt jedoch nicht zu Lasten der Surf- und/oder Streaminggeschwindigkeit.

Noch keine Bewertungen

Wie gefällt dir dieser Artikel?